Sind Ihre Schläger bereit für den Frühling ?
Winter heißt Pause für Outdoor-Sportler, und auch das Golfspiel ruht weitestgehend. Denn Golf macht in der Halle wenig Spaß, und das heimische Wohnzimmer ist bestenfalls dazu geeignet, kurze Schläge zu üben. Es kann dem leidenschaftlichen Sportler aber doch ganz ordentlich auf den Wecker fallen, für Wochen und Monate "eingesperrt" zu sein und jahreszeiten- beziehungsweise wetterbedingt auf den geliebten Sport verzichten zu müssen. Wer nicht gerade in südlichere Gefilde übersiedeln kann, der hat im Winter Pause.
Fit für die Saison?
Auch im Winter kann man sich als Sportler etwas in Form halten. Leichte Gymnastik und eine ausgewogene Ernährung helfen, um gesund in den Frühling zu starten. Sonne tanken ist wichtig, denn das hebt die Laune. Und wenn die ersten Sonnenstrahlen durch winterlich graue Wolken blitzen, der Schnee weggetaut ist und der Golfplatz nicht mehr wie eine Sumpflandschaft, sondern wie ein Rasen aussieht, dann juckt es wohl jeden Golfer in den Fingern: Spätestens wenn das Thermometer 10° C zeigt, muss man raus. Bibbernd steht man dann in der feuchtkalten Luft (Frühling hat etwas mit "früh im Jahr" zu tun - das heißt in Deutschland in der Regel "kalt"), wünscht sich ein Heißgetränk und eine dickere Jacke und stellt fest, dass man alles andere als fit ist. Und dass die Golfausrüstung auch schon bessere Tage gesehen hat. Die Schläger rosten leicht, die Griffe sind glatter als ein frischrasiertes Männerkinn und der Ball trägt einen ... trug einmal einen Schriftzug, der nicht lesbar ist. Ohweia - mit so einer Ausrüstung macht das wenig Spaß. Genau wie andere Outdoor-Sportler auch müssen Golfspieler ihr Sportgerät im Frühjahr überarbeiten, für die kommende Saison fit machen. Und vor allem: Viel kann man schon im Herbst machen. Fachgerecht eingelagertes Gerät erfordert weniger Engagement im Frühling.
Schläger pflegen
Ein gepflegter Golfschläger ist ein Schläger, an dem weder Erde noch Gras haften. Denn beides sorgt dafür, dass der Ball nicht berechenbar abgeschlagen wird und dementsprechend auch nicht dort landen kann, wo er eigentlich soll. Die Rotation des Golfballes ist wichtig für Flugbahn, -geschwindigkeit und -richtung. Sie bestimmt letztendlich, wie schnell und wo genau der Ball auf den Grüns zum Halten kommt. Für einen ordentlich Spin (nach einem regelkonformen Abschlag, bei dem Maulwürfe und Feldmäuse unbehelligt bleiben sollten) braucht es saubere Grooves - die Rillen der Schlagfläche sollten also nicht nur vorhanden, sondern auch tatsächlich frei von den Spuren des Golfplatzes sein. Eine gründliche Reinigung vor dem ersten Spiel im Frühling ist sinnvoll, wenn die Überreste des letzten Abschlags vor dem Winter noch auf der Schlagfläche kleben. Immerhin ist der Golfschläger das Aushängeschild eines jeden Spielers. Schläger lassen sich ganz einfach reinigen, wenn man nämlich in einen Eimer Wasser etwas Spülmittel gibt, die Schläger mit den Köpfen (also dem schmutzigen Ende) in das Seifenwasser stellt und sie erst einmal weichen lässt. Der aufgeweichte Dreck lässt sich mit einer einfachen Bürste aus den Grooves entfernen. Wichtig ist, dass der Schläger nach der Reinigung sorgfältig abgetrocknet wird, da er sonst rostet. Wer die Grooves in eine optimale Form will, der kann zu einem sogenannten Groove Sharpener greifen und die Rillen schärfen. Allerdings sollte das mit Vorsicht geschehen, wer abrutscht, zerkratzt die Schlagfläche. Rost, der sich an der Schlagfläche zeigt, kann übrigens ganz einfach mit einem handelsüblichen Rostentferner behandelt werden. Der ist in jedem Baumarkt erhältlich und kostet nicht viel. Weiterem Rost kann man vorbeugen, indem man mit einem leicht geölten Tuch über die gereinigten Flächen reibt - ein einfaches Waffenöl tut gute Dienste.
Das andere Ende ...
... des Schlägers ist der Griff. Hier ist die Verbindung zwischen Hand und Schlagfläche. Der Griff muss griffig sein, und wenn er nicht ausreichend gepflegt und zu lange benutzt wird, dann verliert die Griffigkeit. Glatte Griffe liegen nicht gut in der Hand, bieten keinen Halt und machen das Spiel schwer: Der Griff bewegt sich frei in der Hand, dreht sich und man kommt nicht square an den Ball. Griffpflege funktioniert auch ganz unkompliziert mit bereits erwähnter Seifenlauge. Allerdings darf die Lauge am Griff nur sehr kurz einwirken, denn sie kann bei längerem Kontakt den Klebstoff zwischen Griff und Schaft lösen, das würde den Golfschläger ruinieren. Die Griffe werden nach kurzem Reinigen mit einem möglichst flusenfreien Tuch abgetrocknet. Weiße Tücher sind dafür weniger geeignet - sie sind nach dem Trocknen nicht mehr weiß Das Tuch nimmt allen Schmutz auf, der nicht in der Seifenlauge spontan abgefallen ist. Ein Frotteetuch ist toll, denn die raue Oberfläche reinigt sehr gut. Glatte Griffe kann man austauschen, das sollte einmal im Jahr oder nach etwa 40 Runden geschehen. Profis wechseln die Griffe öfter, was daran liegt, dass sie einfach häufiger spielen. Allerdings muss man nicht unbedingt gleich zum Fachmann laufen, wenn die Griffe nicht mehr ganz rau sind. Mit feinem Sandpapier kann man selbst vorsichtig aufrauen. Das sollte jedoch nicht zu oft passieren, denn dann nutzen sich die Griffe wiederum sehr schnell ab.
Wer weitere Tipps und Tricks zur Pflege von Schlägern und Griffen hat, darf diese gerne in den Kommentaren mitteilen. Ratschläge sind willkommen! Übrigens müssen auch Schuhe und Handschuhe, das Bag und die Bälle gepflegt und nach dem Winter auf die neue Saison vorbereitet werden.
