Golf spielen
Allgemeine Entwicklung des Golfsports
Die Geburtsstunde des Golfsports
Der Golfsport, so wie wir ihn heute kennen, entstand von einem Spiel, dass während des 15. Jahrhunderts an der östlichen Küste (Kingdom of Fife) gespielt wurde.
Die Spieler spielten mit einem Kieselstein und primitiven Schlägern auf naturbelassenen Feldern zwischen Sanddünnen und hohen Gräsern. Viele Historiker sagen, dass das holländische Spiel „Kolven“ bzw. das belgische Spiel „Chole“ den Golfsport stark beeinflusst haben. Diese wurden 1421 in Schottland erstmals erwähnt. Jedoch waren diese Sportarten nichts weiteres als ein spielen mit Stock und Steinen, denn es fehlte eine sehr wichtige Sache, ohne der Golf heutzutage nicht denkbar wäre – das Loch!
Daher gilt Schottland als die Geburtstätte des Golfsports wie wir ihn heute kennen.
Während des 15. Jahrhundert bereitete sich Schottland gegen die Invasion der Engländer vor. Jedoch wurde anstelle von militärischen Übungen die Zeit lieber durch die sehr beliebten Sportarten Golf und Fußball totgeschlagen. Daher sah das schottische Parlament unter König James II veranlasst beide Sportarten zu verbieten (1457). Dieses Verbot wurde 1470 und 1491 neuerdings bestätigt, obwohl es großteils ignoriert wurde. Erst 1502 wurde im Vertrag von Glasgow unter der Führung von König James IV die Verbannung des Golfsports aufgehoben, da der Herrscher selbst dem Golfsport verfallen war.
Der Status und die Popularität des Golfsports wuchs während des 16. Jahrhunderts stark an, vor allem auf Grund der Billigung des Königshauses. König Charles I machte das Spiel populär und Mary Queens of Scots, die Französin war, brachte Golf während ihrer Studienzeit nach Frankreich. Der Name Caddie soll demnach von ihr stammen. Denn im französischen Heer wurden Helfer „cadets“ genannt.
Der erste Golfplatz seinerzeit war Leith in der Nähe von Edinburh. Es heißt sogar, dass König Charles I am Golfplatz gewesen sein soll als er 1641 die Nachricht vom Aufstand der Iren erhielt.
Leith war auch der Ort des 1. Internationalen Wettkampfes als der Duke of York und George Patterson zwei englische Nobelmänner besiegten.
Ein Spiel wird zum Sport
The Gentlemen Glfers of Leith (1744) war der erste Club. Sie führten ein jährlich durchgeführtes Wettspiel aus, bei dem der erste Preis ein silberner Golfschläger war. Duncan Forbes entwarf die Golfregeln für den Club, welche folgende waren:
You must tee your ball within one club's length of the hole.
Your tee must be on the ground.
You are not to change the ball which you strike off the tee
You are not to remove stones, bones or any break club for the sake of playing your ball, except on the fair green, and that only within a club's length of your ball.
If your ball comes among water, or any watery filth, you are at liberty to take out your ball and bringing it behind the hazard and teeing it, you may play it with any club and allow your adversary a stroke for so getting out your ball.
If your balls be found anywhere touching one another you are to lift the first ball till you play the last.
At holeing you are to play your ball honestly for the hole, and not to play upon your adversary's ball, not lying in your way to the hole.
If you should lose your ball, by its being taken up, or any other way, you are to go back to the spot where you struck last and drop another ball and allow your adversary a stroke for the misfortune.
No man at holeing his ball is to be allowed to mark his way to the hold with his club or anything else.
If a ball be stopp'd by any person, horse or dog, or anything else, the ball so stopp'd must be played where it lyes.
If you draw your club in order to strike and proceed so far in the stroke as to be bringing down your club; if then your club shall break in any way, it is to be accounted a stroke.
He who whose ball lyes farthest from the hole is obliged to play first.
Neither trench, ditch or dyke made for the preservation of the links, nor the Scholar's Holes or the soldier's lines shall be accounted a hazard but the ball is to be taken out, teed and play'd with any iron club.
Der Club wurde später in “The Honourable Company of Edinburgh Golfers” unbenannt. Das Clubhaus dazu wurde 1768 errichtet. 1836 wurde dieses nach Musselburgh, Lothian umgesiedelt.
Golf zog erstmals 1552 in die historische Stadt St. Andrews ein. Ein Jahr später erlaubten die Geistlichen dieses Ortes der breiten Öffentlichkeit Zutritt zu den Links (Spielstätten). 1754 wurde der Club der „St. Andrews Society of Golfers“ gegründet. Sie organisierten ein jährlich durchgeführtes Turnier aus, die jedoch mit Leith-Regeln gespielt wurden. 1759 wurde das Zählwettspiel eingeführt und 1764 wurde der 18-Loch-Golfplatz konstruiert, der bis heute als Standart gilt. Ebenfalls in St. Andrews wurde 1895 der erste Damen Club gegründet. König William ehrte den Golfclub in St. Andrews 1834 mit dem Titel „Royal and Ancient“. Das berühmte Clubhaus so wie wir es heute kennen wurde 1854 errichtet.
„The Royal and Ancient Golf Club of St. Andrews” wurde zum wichtigsten Golfclub ernannt, aufgrund seines ordentlichen Platzes, der Veröffentlichung von Regeln, der königlichen Patronage und seiner Ambition Golf zu einem anerkannten Sport zu machen.
Meilensteine der Golfregeln
1744 – Erste geschriebene Regeln. Regel 1 lautete: „Der Ball muß innerhalb einer Schlägerlänge des Loches aufgeteet werden.“
1850 – Eine neue Regel entstand bei der Einführung des Gutta Percha-Balls. Wenn ein Ball während des Fluges auseinanderbrach, durfte ein neuer dorthin gedroppt werden wo das größere Stück lag.
1891 – Die Suchzeit des Balles wurde von 10 auf 5 Minuten reduziert.
1897 – Gründung des R&A Regelkommitees
1909 – Limitierungen der Form und Bauart von Golfschlägern entstehen zum ersten Mal.
1922 – Golfbälle werden zum ersten Mal in ihrer Größe und ihres Gewichtes eingeschränkt um die Schlagweite zu limitieren.
1929 – Stahlschäfte werden zum ersten Mal erlaubt.
1939 – Nur mehr 14 Schläger dürfen von diesem Datum an mitgeführt werden.
1949 – Um das langsame Spielen zum stoppen, dürfen Spieler die stark das Spiel verzögerten, vom Kommitte disqualifiziert werden. 1952 wurde diese Regel modifiziert: 2 Strafschläge im Zählwettspiel bzw. Lochverlust beim Matchplay, weitere Vergehen werden mit disqualifikation geahndet.
1952 – Erste Regelzusammenlegung zwischen R&A und USGA. Stymie wird abgeschafft. Die Spieler müssen nicht mehr über die Bälle der Gegner im Matchplay chippen, wenn dessen Ball zwischen Ball des Spielers und Loch sich befindet.
1960 – Distanzmessgeräte werden verboten.
1984 – Der Ball wird nicht mehr über die Schulter gedroppt, sondern auf Schulterhöhe mit einer Armlänge.
1990 – Die einzige legale Ballgröße ist 1,68 inch. Somit ist dies das Ende des britischen Balles (1,62 inch)
Material:
Der Golfball
Hersteller suchen ständig nach Möglichkeiten, den Golfer in seinem Streben zu unterstützen, den Ball auf dem schnellsten und direktesten Weg vom Tee zum Grün zu schlagen. Aber wenn gerade der scheinbar perfekte Golfball entwickelst wurde, gibt es eine weitere technische Verbesserung.
Der moderne Two-Piece-Ball (bzw. Three-Piece-Ball) besteht aus einem Hartgummikern und einer widerstandsfähigen Ummantelung mit Dimples. Die Form und die Anordnung der Dimples sind außerordentlich wichtig für den Flug und die Flugbahn des Balls. Daher experimentieren die Hersteller kontinuierlich auf diesem Gebiet.
Aber wie anders war noch alles vor 500 Jahren, als der Golfsport wahrscheinlich erstmals ernsthaft betrieben wurde. Golfbällewurden ursprünglich aus Holz gefertigt, und da man nicht über die heutigen Maschinen und Werkzeuge verfügte, waren die Bälle natürlich nicht vollkommen rund. Um die Wende des 17 Jhts. Wurde der Holzball durch den „Feathery „ abgelöst. Er bekam diesen Namen, da er aus einer mit Federn ausgestopften Lederhülle bestand. Auch wenn der Ball nicht vollkommen rund und gleichmäßig war, flog er dennoch weiter als sein Vorgänger.
Erst als der Golfsport Mitte des 19 Jhts. Immer beliebter wurde, erzielte man aufgrund der Erfindung des „Gutty“ durch den Pfarrer Robert Preston größere Fortschritte. Der „Gutty“ wurde aus Gutta Percha hergestellt, einer gummiartigen Substanz aus Malaysia, die zu einer gleichmäßigen runden Kugel geformt werden konnte. Folglich fand er bei den Pros von damals großen Anklang, da sie erstmals die Gelegenheit hatten, ihre Fähigkeiten mit einem Ball unter Beweis zu stellen, der ihren akkuraten Schlägen Rechnung trug, anstatt sich auf die unbeständigen Eigenschaften des handgearbeiteten „Feathery“ verlassen zu müssen.
Obwohl der „Gutty“ bei einem korrekten Schlag gerade flog, viel er gegelrecht vom Himmel, sobald er das Ende seiner Flugbahn erreichte. Man bemerkte jedoch bald, dass „Gutty“ am Ende einer Golfrunde schneller wurde. Dies war auf die Beschädigung des Balles durch den Schlägerkopf zurückzuführen. Die Hersteller begannen verschiedene Experimente, indem sie „eingedellte“ Bälle herstellten. Das Ergebnis war die Entwicklung der Dimple-Balls und später, gegen Ende des 19. Jhts., des „Haskell-Balls“, der daraufhin unter den Golfbällen seinen Siegeszug antrat.
Der Haskell Ball
Der „Haskell“, der diesen Namen seinem amerikanischem Coburn Haskell verdankt, war ein elastisch gewickelter Three-Piece-Ball mit Gummikern und einer Plastikummantelung mit Dimples. Es verging einige Zeit, bis sich der neue Ball bei den Spitzenspielern durchsetzte. Aber nachdem Sandy Herd seine Rivalen bei den British Open 1902 ausstach un den Titel errang, erkannten andere Pros die herausragenden Qualitäten des neuen Balls. Der „Haskell“ mit seinen Dimples war der erste Ball, der dem heutigen Golfball ähnelte. Später entwickeln Hersteller einen Two- Piece- Ball mit einer Acrylummantelung und einem einzigen Kern.
In den 80er Jahren dieses Jhts. setzte sich dann mehr und mehr der Balata-Ball (Three-Piece) bei den guten Spielern durch, der eine sehr hohe Backspin-Rate hatte und somit die Spieler noch weichere Schläge rund ums
rün spielen konnten.
Inzwischen ist ein Balataähnlicher Ball der beliebteste Ball unter den Topprofis, zb. der Pro-V1 von Titleist. Diese Bälle fühlen sich beim Spielen so ähnlich wie ein Balataball an, jedoch gibt es hier nun mehr Stopeffekt, dh der Ball spinnt nicht so stark bei vollen Schlägen, damit ist er noch kontrollierbarer. Ein weiterer Vorteil ist, dass diese Bälle nicht so leicht beschädigt werden können wie der Balataball und das die Schlagweite sich um ein paar Meter erhöht hat.
Der Golfschläger
Auch die Golfschläger haben eine lange Entwicklung durchlaufen seit den Anfängen des Golfs, als vermutlich grob behauene Äste benutzt wurden, um Steine oder hölzerne Bälle voranzutreiben.
Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit waren die ersten Golfschläger aus Holz gefertigt, wobei der Schlägerkopf und der Schaft aus verschiedenen Hölzern bestanden, die zusammengeklebt und zusammengebunden wurden. Für die Schöfte fanden Nussbaum und Esche Verwendung, wohingegen die Köpfe vorwiegend aus Buchen-, Schwarzdorn., Apfelbaum- und Birnenbaumholz hergestellt wurden. Die Wahl des Holzes hing ebenfalls von der Funktion des Schlägers ab, ob er für Drives, Fairway- oder kurzes Spiel benötigt wurde.
Die Schläger genügten den Anforderungen des „Feathery-Balls“. Als aber der „Gutty“ in der Mitte des 19. Jhts. eingeführt wurde, hielten die Schläger der Belastung nicht mehr stand. Gegen Ende des 19 Jhts. nahm der Golfscläger allmählich eine andere Form an. Für die Schaftherstellung entschied man sich als Alternative Hickory-Holz zu verwenden und die Schlägerköpfe aus Eisen herzustellen, die für den harten „Gutty“ geeignet waren sowie zusätzliche Weite erzielte. Man erkannte ebenfalls die Möglichkeit, Schläger mit verschiedenen Lofts für unterschiedliche Schläge zu verwenden. So begannen Spitzengolfer neun oder zehn Schläger statt der vorherigen drei oder vier mit sich zu führen.
Während die hölzernen Schläger der Beanspruchung durch den „Gutty“ standhielten, waren sie nicht hart genug für den „Haskell“, und es musste ein neues Material für die Schlägerköpfe gefunden werden. Man entdeckte, dass das nordamerikanische Persimoneholz ideal war, und versah die Schlägerköpfe um der größere Festigkeit willen zusätzlich mit Einsätzen aus Elfenbein und Knochen.
Nach dem Ersten Weltkrieg waren die Hickoryvorräte knapp, und man benötige ein Ersatzmaterial für die Schlägerschäfte. Die Hersteller griffen auf Stahl zurück. So entstand der Golfschläger mit Stahlschaft und bald darauf die Massenproduktion von Golfschlägern.
Schlägersätze bestanden nun aus 14 Schlägern. Zum ersten Mal konnten Spieler einen kompletten Satz kaufen, bei dem alle Schläger in bezug auf Modell und Design zueinander passten.
Mit Stahlschlägern konnten zusätzliche Weite und mehr Kontrolle über den Schlag erreicht werden. Dennoch nutzten Hersteller die ständig verbessernde Technoloige, um das Seign der Golfschläger weiterzuentwickeln. Für die Schlägerköpfe wurden nun statt Persimone laminiertes Plastik und später Aluminium verwendet. Man entwickelte Graphit- und Titanschäfte, um eine größére Schlägerkopfgeschwindigkeit durch den Ball hindurch zu erzielen. „Cavity-Back-Schläger „ (Eisen mit einer Vertiefung auf der Rückseite des Schlägerkopfes) wurden entwicklet , um dem Golfer aufgrund eines exakteren Schwerpunktes ein besseres Gefühl für den Schläger zu vermitteln.
Mit Hilfe von computergesteuerter Technologie wird heute die Entwicklung des Schlägerdesigns vorangetrieben, um den Golfern, sowohl Amateuren als auch Pros, die Ausrüstung zu bieten, mit der das Golfspiel noch leichter wird und noch mehr Spaß macht.
Eine sprunghafte Entwicklung gab es dann in den 80er Jahren, als die ersten Metall-Hölzer auf den Markt kamen. Der erste Hersteller der großen Erfolg mit diesen Hölzern hatte war Taylor Made mit dem damaligen „Tour Burner“. In den 90er Jahren wurde dann die Firma Callaway zum wohl beliebtesten Hersteller. Sie verwendeten Schlägerköpfe aus Titanium bzw. spezielle Legierungen und machten so den Schläger sehr leicht. Durch den tieferen und größeren Schwerpunkt waren jetzt auch nicht so gute Spieler fähig respektable Weiten zu erzielen.
Die Entwicklung machte nicht halt und um 2000 herum wurden die ersten Driver mit dem sogenannten „Trampolineffekt“ gebaut. Diese brachten ca. 15 Meter mehr Länge. Anfang 2003 wurden sie jedoch wieder verboten (Profitouren). Von nun an muss der COR-Wert eines Drivers unter 0,83 liegen und der Schlägerkopf darf nicht größer als 475 cm3 sein.
Spielerpersönlichkeiten:
Arnold Palmer brach das Eis als er die US Masters 1958 gewann. Dann kamen Gary Player und Jack Nicklaus. Diese drei Spieler wurden die „großen 3“ und dominierten in den 60ern und 70ern die Golfszene indem sie fast jedes Major für sich entscheiden konnten. Jedoch gibt es keinen Zweifel darüber, dass es Arnold Palmer war, der das Image des Spieles änderte.
Arnold Palmer wuchs direkt am Golfplatz auf. Sein Vater war Manager einen 9-Loch Golfplatzes der 1921 erbaut wurde. 8 Jahre bevor Arnold Palmer auf die Welt kam. Palmer wurde in einer Zeit geboren in der Professionals nicht einmal das Clubhaus betreten durften.
Er lernte die Fundamentals des Spieles von seinem Vater Derek. Seine Fähigkeit den Ball gut zu treffen nützte er aus indem er am 4. Loch seines Heimatclubs den Schlag über einen Fluss für die Damen des Clubs machte. Für ein paar Cents natürlich!
Nicht nur hatte er tolle golferische Fähigkeiten – er war auch sehr talentiert in Business und Vermarktung. Er profitierte sehr durch seinen damaligen Manager: Mark McCormack. Er war der Hauptgrund seines wirtschaftlichen Erfolges und seiner Popularität. Seine stärkste Zeit hatte er zwischen 1958 und 1964, in welcher er 4 mal die US Masters, die British Open 2mal und die US Open einmal gewann. Jedoch gewann er niemals die US PGA Championship. Beeindruckend war auch seine „Arnie’s Army“ – sein Fanclub. 1000ende pilgerten jede Woche an den Ort wo er gerade ein Turnier spielte und feuerten in unglaublich an.
Gary Player, der Südafrikaner aus Johannesburg, war bekannt dafür sich sehr oft komplett schwarz anzuziehen wenn er spielte. Man nannte ihn daher auch „The man in black“.
Er spielte sein erstes US Masters im Jahre 1956. Jedoch gewann er das erste Mal 1961 in einem spannenden Kopf an Kopf – Rennen mit Arnold Palmer. Noch 2 weitere US Masters Siege würden folgen. Weiters gewann er 3 mal die British Open, 2 mal die US PGA Championship und 1 mal die US Open
Er galt als ein extremer Fitnessfreak und legte sehr viel Wert auf seine Ernährung. Insgesamt gewann er mehr als 140 Turniere. Seine Popularität nütze er aus indem er sich für die Schwarzen in Südafrika einsetzte, die unter der Apartheitspolitik litten. Gary Player wurde auf Grund seiner Leistungen zum „Sportsman of the Century“ in seinem Heimatland Südafrika gewählt.
Was Muhammed Ali in Boxen oder Björn Borg im Tennis war, war mit Sicherheit Jack Nicklaus im Golf. Er gilt als der Beste Golfer aller Zeiten. Er gewann 6 mal die US Masters (Legendär vor allem sein Comeback-Sieg im Jahre 1986 als 46jähriger!), 4 mal die US Open, 3 mal die British Open, 5 mal die PGA Championship und als Amateur 2 mal die US Amateur Championship.
Jack Nicklaus wurde 1940 in Columbus, Ohio geboren und began mit dem Golf spielen im Alter von 10 Jahren. Als er 12 war brach er das erste Mal die 80. Mit 16 Jahren war er bereits Ohio State Champion. Als er 19 war gewann er seine erste US Amateur. Heute spielt Jack Nicklaus noch gelegentlich US Senior Tour Turniere und verschreibt sich dem Golfplatzbau. Anzumerken wäre, dass der erste Jack Nicklaus Design Golfplatz Europas in Altentann, Österreich, entstand.
Eldrick „Tiger“ Woods wurde am 30. Dezember 1975 in Californien geboren. Schon als kleiner Junge sah er seinem Vater, einem Veteranen vom Vietnamkrieg, interessiert beim Golfen zu. Schon bald begann auch er im Alter von 2 Jahren den ersten Ball zu schlagen. Schon als Kind und Jungendlicher gewann er sämtliche Turniere. (z.b. die Orange Bowle, 3 mal die US Amateur Championship hinterreinander).
Als er 1996 Pro wurde war er bereits ein sehr bekanntes Gesicht in der Golfszene und hatte einen hohen Bekanntheitsgrad bevor er jemals einen Ball als Profigolfer schlug. Er unterschrieb sehr hohe Sponsorverträge (Titleist, Nike, etc.). Bald war er Nummer 1 der Welt und gewann in beeindruckender Manier das US Masters 1997. Diesen Sieg konnte er auch 2001 und 2002 wiederholen. Ebenfalls gewann er 1999 und 2000 die US PGA Championship, die US Open 2000 und 2002, sowie die British Open im Jahre 2000.
Tiger Woods ist der bestbezahlteste Sportler der Welt und steht seit Jahren an Platz 1 der Weltrangliste.
Tiger Woods
Weitere Auszeichnungen:
1997,1999,2000 und 2001 Spieler des Jahres („Jack Nicklaus Award“
1997, 1999 und 2000 bester männlicher Athlet des Jahres
1999 und 2000 wurde er Sportler des Jahres
Aufgrund der Popularität von Tiger Woods wurde auch das Preisgeld bei den Turnieren der US Tour um etliches höher als die Jahre davor.
Ernie Els wurde am 17. Oktober 1969 in Johannesburg/Südafrika geboren und gehört seit den 90ern zu den konstantesten Spielern der Welt. Außerdem gilt er als Tiger Woods stärkster Gegner.
„Big easy“ so wie er wegen seinen perfekten und weichen Schwungs genannt wird beginnt im Alter von 9 mit dem Golfspiel, ist aber auch gleichzeitig ein hervorragender Tennisspieler. Mit 14 beschließt er sich ausschließlich nur auf Golf zu konzentrieren. Eine Weise Entscheidung wie sich bald herausstellen sollte. Im Alter von 20 wird Ernie Pro und kann sofort einige tolle Erfolge für sich verbuchen. 1994 gewinnt er dann die US Open und wiederholt diesen Sieg im Jahre 1997. Inzwischen hat er einige Turniere auf der europäischen Tour bzw. der US PGA Tour gewonnen.
Ernie der jedes Jahr die Saison in seiner Heimat Südafrika beginnt, wird 1999 vom Board of Directors der European Tour, aufgrund seiner US Open Siege und seinen 3 Matchplay-WM- Titeln(1994, 1995, 1996) zum Ehrenmitglied auf Lebenszeit ernannt.
Severiano Ballesteros war der erste europäische Spieler der mit Beginn der 80er die US Masters gewann. Nicht nur das – damit war er damals mit seinen 23 Jahren der jüngste Masters-Sieger.
Er gewann die US Masters noch ein zweites Mal im Jahre 1983. In der darauffolgenden Saison gewann er ebenfalls seine 2. British Open knapp vor Bernhard Langer und Tom Watson, der versuchte den Harry Vardon’s Rekord von 6 British Open Siegen einzustellen.
Weitere wichtige Spieler der letzten 100 Jahre:
Tom Watson
Greg Norman
Lee Trevino
Nick Faldo
Bernhard Langer
Ben Hogan
Gene Sarazen
Walter Hagen
Bobby Jones
Tom Kite
Vijay Singh
Golftechnik:
Die Entwicklung der Ausrüstung brachte auch viele andere Veränderungen mit sich. In Schwung, Griff, etc.
In den Tagen des Balles , der mit Federn gefüllt und mit Leder überzogen war, genügten einige Holzschläger, deren Schöfte aus Haselnussholz oder Eschenholz waren. Zwei Schläger hatte man meistens dabei, die eine Einlage aus Eisen in den Schlägerköpfen hatten, um sich aus verzwickten Lagen befreien zu können (vor 1850). Durch diese hohe Biegsamkeit bedurfte es eines ausgefeilten Rhythmuses, und der gängige Schlag war ein langer Schwung mit einer wischenden Bewegung. Es war ein Körper/Arm-Schwung mit kaum einer Handbewegung. Um einen langen Rückschwung zu gewährleisten, stand man extrem geschlossen.
Die Revolution kam durch den „Gutta- Perch- Ball“ in den 50er Jahren des 19. Jhts. Er war billiger , und deshalb konnten sich nun mehr Leute Golf leisten. Er war jedoch sehr hart, und wenn man ihn schlecht traf, dann konnte man sich sogar eine leichte Prellung zuführen. Außerdem ruinierte er anfangs die hölzernen Schlägerköpfe, und deshalb benötigte man metallene Einlagen an den Schlägerköpfen. Das Prellen in den Händen blieb, weshalb man die Schlägergriffe mit Wolle ausstopfte, wodurch diese wiederum größer wurden. Dies hatte wiederum eine Anpassung der Griffhaltung zur Folge: Größere Griffe, größere Hände oder den Schläger mehr in den Händen und weniger in den Fingern halten. Deshalb entwickelte sich der „Handballengriff“.
Zur selben Zeit kamen auch Hickoryschläfte aus Amerika nach Großbritannien. Sie waren härter und deshalb konnte man nun aggressiver auf den Ball schlagen; man musste ihn nicht mehr wegwischen. Mit dieser Entwicklung verschwanden auch die Schlägerköpfe, die sehr lang waren, denn sie erzeugten Torque bei dieser aggressiven Schlagweise. Die Schlägerköpfe wurden kompakter. 1890 wurde „the bulger“ von Mr. Henry Lamb entwickelt, ein Schläger, bei dem das Schlägerblatt leicht konvex war und nicht gerade. Trotzdem bekam man mit dem „Gutty“ nicht genug Höhe zusammen. Deshalb stellte man sich ein bisschen näher zum Ball, schwang aufrechter und benötigte dazu kürzere Schläger. Auch stellte man sich wieder etwas offener zum Ball im Set-Up.
Der Aufschwung wurde kürzer und die Kraft kam mehr aus den Unterarmen und Händen, undenkbar mit sehr biegsamen Schäften. Trotzdem hatte man den linken Arm noch oft gebeugt, was auf die Unbeweglichkeit durch enge, schwere Kleidung zurückzuführen war.
Die nächste Revolution war der „Coburn-Haskell- Ball“, der 1899 patentiert wurde. Es war der erste „three-piece-Ball“. Er übernahm nach Jahren der Forschung das Kommando in der Golfszene. Er flog weiter und höher, war weicher und verzieh mehr. Dazu kam noch, dass man entdeckte, dass Balata noch weicher war für eine Schale und folglich wurde es unnötig, die Griffe zu verstärken, da die Prellungen, hervorgerufen durch einen zu harten Ball, nicht mehr aktuell waren.
Die Griffe wurden dünner, der Schläger wanderte aus den Ballen mehr in die Finger und der „Vardon-Griff“ entstand, von F.A.Fairlie entwickelt.
Der Griff war ein „Dreiknöchelgriff“ links (also eher stark), was beim Ansprechen wie auch in der Top-Position zu einem Knick im linken Handgelenk führte. Der Griff war, weil der Schläger diagonal über die Handfläche lief, nicht sehr kompakt, und manchmal gingen in der Top-Position die letzten 3 Finger vom Griff weg. Vardon meinte auch, dass der Hauptdruck auf den Griff von den Daumen und den danebenliegenden Fingern kommen müsste.
Der „Haskell-Ball“ komprimierte auch besser, da er weicher war, wenn er getroffen wurde, blieb daher länger am Schlägerblatt, was mehr Backspin erzeugte. Die Bälle flogen höher, Deshalb konnte man es sich auch leisten, die Tiefe der Schlägerblätter zu vergrößern. Es kamen wuchtigere Schlägerköpfe bei den Hölzern.
Folglich konnte man auch wieder weiter aufschwingen, geschlossener stehen und größere Längen erzielen. Es wurde mit den Hölzern oft überschwungen, bis hinauf in die 50er Jahre dieses Jhts..
Die moderne Ära wurde dann allerdings durch die Entwicklung von Stahlschäften eingeleitet, welche 1925 in Amerika und 1931 in England erlaubt wurden – aus Umweltgründen, denn die Hickorywälder waren beinahe abgeholzt.
Der Stahlschaft reduzierte den Torque des Schlägers, wodurch man härter schlagen konnte und dennoch Kontrolle hatte. Die Schläger wurden wieder länger und auch die Schwungtechnik änderte sich.
Der neue Stil von Nelson, besaß eine aufrechte Haltung, flache Handgelenke während des Schwungs und übermäßig gebeugte Knie im Treffmoment. Dieser Stil war Wegbereiter für den modernen Golfschwung von heute.
Eine Vielzahl von Schwungstilen war die Regel, nicht die Ausnahme. Es gab immer Trends, denen die besten Spieler folgten.
Aber die Evolution des Golfschwungs geht weiter, und man kann sagen, der Golfschwung habe sich an die Gegebenheiten des Materials und der Geschichte angepasst.
Professionelle Golftouren , Verbände und die großen Turniere
1860 – Erste British Open in Prestwick über 3 mal 12 Löcher
1894 – Gründung der US Golf Association (Amateurverband)
1900- Golf ist erstmals olympisch. Bei den Damen und Herren gewinnen jeweils Amerikaner
1916 – Gründung der US Professional Golfers Association (US PGA)
1916 – Erste US PGA Championship, Sieger war James M. Marnes
1922 – USA gewinnen ersten Walker Cup (Vergleichskampf der Amateure zw. GB und USA)
1927 – USA gewinnen ersten offiziellen Ryder Cup (damals GB gegen USA)
1934 – Erste US Masters, Sieger war Horton Smith (284 Schläge)
1937 – Gründung der European Golf Association in Luxemburg
1946 – US Tour wird das ganze Jahr über gespielt (22 Turniere), davor nur Wintersaison
1950 – Gründung der Ladies Professional Golf Association (LPGA), USA
1963 – Gründung der Asia Golf Confederation
1975 – Die Tournament Players Division der British PGA wird gegründet
1979 – Gründung der Women’s Professional Golf Association
1979 – Ryder Cup wird erstmals mit Europa Team gespielt (zuvor nur GB und Irland)
1987 – Das europäische Rydercupteam gewinnt zum erstenmal in der USA
1988 – Gründung des Professional Golf Pools
1989 – Namensänder
